Über uns

Der Burger Engelsweg wurde 2015 von Carola Eckert initiiert. Am Anfang war sich Carola gar nicht sicher, ob viele Burger und Burgerinnen mitmachen würden. Natürlich – alle finden Engel „irgendwie“ gut, aber alle haben gerade in der Vorweihnachtszeit auch viel tun und vielleicht schlicht keinen Kopf für eine mehr oder weniger aufwendige Bastelarbeit. So jedenfalls dachte Carola und schraubte die Erwartungen erst einmal nicht so hoch. Aber: Die Resonanz war überwältigend.

Die ersten Informationszettel waren verteilt und täglich meldeten sich mehr Leute, die einen Engel machen wollten. Das brachte Carola auf eine neue Idee: Wenn so viele Leute sich so viel Arbeit machen, dann sollte das doch auch irgendwie festgehalten werden. Was kann man tun? Eine Broschüre machen? Das Ja war schnell gesagt, aber erst der Anfang. Für eine Broschüre braucht man Fotos, man braucht Texte, muss eine Struktur erarbeiten, ein ansprechendes Layout entwickeln und umsetzen – und natürlich muss das irgendwie bezahlt werden. Was ist Carola in den letzten Tagen noch durch Burg gerannt, hat Fotos gemacht und bei mir abgeliefert, damit sie noch ins Heft kommen können. Mit vereinten Kräften ist es gelungen. Dafür ist auch Beate Brand zu danken, die das Erstellen der Druckvorlage übernommen hat. Und Bürgermeister Carsten Voigt, der sich in der Bezirksvertretung dafür eingesetzt hat, dass sie die Druckkosten übernimmt. Und so konnten kurz vor Weihnachten die Hefte an die „Engeleltern“ verteilt werden.

Nächste Überlegung: Wenn Besucher von Burg mehr über den Engelsweg wissen möchten, dann sollte es eine Website geben. Dafür konnte Karsten „Kasi“ Beier gewonnen werden. Gesagt, getan. Die Website ging schon Weihnachten 2015 online, hier kann man auch Engel finden, die erst nach der Drucklegung der Broschüre entstanden sind. Und natürlich steht sie weiterhin allen offen, die ihre Engel hier noch präsentieren möchten.

Schließlich noch eine Feier: Am ersten Advent trafen sich alle Engeleltern zu einem Adventskaffee in der Wupperterrasse. Hier konnte man so manche Geschichte hören, wie die Engel entstanden sind. Selbst die Presse wurde auf den Burger Engelsweg aufmerksam. Im Solinger Tageblatt erschien ein ausführlicher Artikel, die Frauenzeitschrift „Bella“ rückte mit Reporterin und Fotografin an und auch der WDR machte einen Bericht in der Lokalzeit.

Nach dem ersten aufregenden Jahr liefen die nächsten Jahre sehr viel ruhiger. Aber der Engelsweg besteht weiter, auch wenn Carola verstorben ist. Regina Brabender und ich haben ihn quasi geerbt. Und wir werden die Tradition des Adventskaffees weiterführen und auch die Website pflegen (lassen).

Mittlerweile gibt es unseren Engelsweg schon 10 Jahre. Einige Engel sind leider nicht mehr „live und in Farbe“ zu finden, auch hier hat die Flut viel Schaden angerichtet. Aber auf unserer Website sind sie noch zu bewundern. Wir haben es nicht übers Herz gebracht, sie zu löschen, es waren so viele schöne Ideen dabei, die es verdienen, zumindest digital erhalten zu bleiben. Aber natürlich gibt es Platz für neue Kreationen.

An dieser Stelle einen Dank an alle, die beim Engelsweg mitwirken: Irene Sigismund hat sehr fleißig Spenden gesammelt. Beate Brand hat sich um die Flyer gekümmert, die Connie Breckerfeld und Anja Kienast verteilt haben. Danke auch an die Evangelische Kirchengemeinde Wermelskirchen, dass wir unser Adventskaffeetrinken in der Burger Kirche machen konnten. Hier gab es wieder viel Hilfe. Und natürlich gehören alle dazu, die einen Engel aufstellen. Und das ist das eigentliche Vermächtnis von Carola Eckert: Dass Burger und Burgerinnen zusammen etwas für ihren Stadtteil tun.

 

Birgit Siekmann